ONKOLOGIE -  HÄMATOLOGIE

Menschen mit der Diagnose "Krebs" finden sich dadurch meist wieder vor einem Berg von Gefühlen: Ängste, Unklarheit, Überforderung, Verwirrung, Konfrontation mit existentiellen Fragen wie es weiter geht, was einen erwarten wird, die eigene Vergänglichkeit rückt in den Vordergrund, auch allein sein mit dieser Situation.

Hilflosigkeit und teils Ohnmacht in der Kommunikation von diesen Gefühlen und Gedanken zwischen Angehörigen und ihnen selbst gepaart meist mit körperlichen Schmerzen und damit einhergehenden Einschränkungen. Dazu kommen oft die unerträglichen Begleiterscheinungen der Chemotherapie: Überlkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit.

In der Musiktherapie ist erst einmal Raum für dieses Gefühlschaos, die vielen Fragen.

Innerhalb dieser Vertrauensbeziehung geht es dann um die emotionale Klärung der Gefühle, um eine seelische Stabilisierung in dieser schwierigen und unklaren Situation. Es darf sich Erleichterung einstellen in der Kommunikation zwischen Patienten und Angehörigen weil durch die Auseinandersetzung im geschützten Raum Druck  aus den engen familiären und auch freundschaftlichen Beziehungen genommen wird.

Musik hilft uns dabei ins momentane Gefühl zu kommen. Sie vermag Gefühle von Hoffnung, Getragen- und Geborgenheit in einem größeren Kontext zu vermitteln. Sie schenkt Zuversicht, Freude und Trost.

Es darf in Erinnerungen geschwelt und Zukunftsträume formuliert werden. Im Allgemeinen verbringen wir gemeinsame wertvolle Zeit und vergessen dadurch das Gestern und das Morgen und damit alle Sorgen. Für einen Moment. 

Gleichzeitig werden Selbstheilungskräfte angeregt,

das Immunsystem gestärkt,

Hoffnung aufgebaut und

Übelkeit gelindert.

©Lucia Czech - 2019