DIE AUFSTELLUNG DES INNEREN GARTENS


 

* Schwierigkeiten "Nein zu sagen"

* Hilflosigkeit gegenüber äußeren Gegebeheiten und Geschehnissen

* Überforderung und Überlastung

* Konflikte in beruflichen und privaten Beziehungen

* und vielem mehr.

 

Im dreidimensionalen Modell der achtsamkeitsbasierten Ich-Grenze gehen wir davon aus, dass jeder Mensch einen eigenen Innenraum besitzt, der durch eine ICH-Grenze von der Aussenwelt getrennt wird. Wir nennen diesen Raum «den inneren Garten» und die Grenze «den Gartenzaun». Innerhalb dieser Grenze befinden sich unsere  inneren Elemente:

* alle unsere Gefühle, angenehme, unangenehme sowie neutrale

* Bilder,

* Ansichten

* Glaubenssätze,

* all unsre Erfahrungen,

* Aufgaben und damit verbunden Verantwortungen.

 

Diese Elemente sind miteinander verbunden und können mit der Welt außerhalb ausgetauscht werden. Der Austausch wird durch unsere Grenze geregelt und gefiltert.

 

Stellen wir den eigenen inneren Garten auf (3D-GV) können wir wahrnehmen wie die Beziehungen zwischen unseren Elementen aussehen und wo sich diese innerhalb unserer Grenze befinden.

Diese Visualisierungsmethode nach Dr. Klaus Blaser (Schweiz) ermöglicht es uns mit Hilfe von Kapla-Hölzchen und selbst angefertigten Holzfiguren, die eigene ICH-Grenze dreidimensional zu visualisieren und wahrzunehmen. Diese Arbeit bietet uns die Möglichkeit, Einblicke in unser psychisches Innenleben, der dazu gehörenden psychischen Grenze, unseren Körper und unsere Umwelt zu gewinnen. Alle relevanten noch aktiven Emotionen, Gefühle, Bilder, Glaubenssätze, Aufgaben und Verantwortungen aus unserem bisherigen Leben (Vergangenheit) sowie momentan wirksame Elemente, können angesehen, gefühlt und bearbeitet werden.

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Ohne ein bestimmtes Ziel zu verfolgen begleite ich Sie durch diesen achtsamen Prozess. Durch mein mitfühlendes "Da- und dabei-sein" gebe ich Impulse bei Notwendigkeit.

3 MENTALE RÄUME

Es gibt drei mentale Räume, wo wir uns mit unserer Aufmerksamkeit aufhalten können:

* unser eigener psychisch-mentaler Innenraum,

* der psychisch-mentale Innenraum eines Mitmenschen und

* der Raum dazwischen, der interpersonelle Raum oder kognitive Außenraum.

Zwischen diesen drei Räumen können wir uns mit unserer Aufmerksamkeit bewegen, wir können unseren eigenen Raum verlassen und uns in dem zwischenmenschlichen Raum aufhalten. Wir können uns bewegen und dabei die Blickrichtung verändern. Unsere zeitliche und räumliche Flexibilität uns mit unserer Aufmerksamkeit zwischen diesen drei Räumen bewegen zu könn und unseren Blickwinkel verändern, bestimmt wahrscheinlich unsere psychische Gesundheit.

Die mentale ICH-Grenze ist in unseren täglichen Beziehungen, Begegnungen und im Umgang mit unseren Familienmitgliedern, Arbeitskollegen, Klienten, Patienten von grosser Bedeutung. Warum?

 

Funktionen der psychischen ICH-Grenze

SCHUTZ

Die physische Grenze reguliert, filtert und fördert den Austausch von außen nach innen und zwar so, dass belastende, hemmende und schädigende Elemente (Gefühle, Aufgaben, Ansichten, ...) selektioniert und ausgeschlossen bleiben.

Ein funktionierender Grenzzaun bedeutet, dass niemand ohne meine Erlaubnis in meinen Innenraum eintreten kann und damit störende Elemente hinterlassen könnte.

FILTER

Von Innen nach Außen reguliert die individuelle Abgrenzung des Selbst den Austausch von Elementen. Kraftvolle Gefühle und Bilder werden wohlwollend weitergereicht. Eine gut regulierende Ich-Grenze sollte das Externalisieren von eigenen belastenden Gefühlen und Projezieren von schädlichen Bildern verhindern.

Das Teilen von schönen Erfahrungen macht die Erfahrungen um so schöner.

Das Teilen von schwerem macht es nur schwerer.

 

ZUGEHÖRIGKEIT

Haben wir Klarheit über Eigenes und Fremdes, verhindert das das Externalisieren von eigenen belastenden Gefühlen. Ist uns ein eigenes (schweres) Gefühl nicht bewusst, passiert es leicht, dieses Gefühl loswerden zu wollen.

FORM und GRÖSSE

Beim Aufstellen des eigenen Gartens bekommt der Innenraum auch eine Größe und eine Form. Beim depressiven Zustandsbild können wir uns vorstellen, wie sich die depressive Person in ihre Innenwelt immer mehr zurückzieht und der Radius ihrer Aufmerksamkeit sich imer mehr verkleinert.

GEBORGENHEIT

Bei einer gut funktionierenden, intakten Ich-Grenze können gefühlte Geborgenheit und Sicherheit im eigenen Innenraum entstehen. Dies macht uns unabhängiger und gelassener im allgemeinen von Menschen.

ORIENTIERUNG

Unser Wohlbefinden wird maßgeblich davon beeinflusst wo wir uns mit unserer Aufmerksamkeit befinden und wohin wir unsere Aufmerksamkeitsrichtung lenken. 

ANGESICHT

Wir Menschen haben einen angeborenen "Sinn" die Grenze unserer Mitmenschen intuitiv zu erfassen. Wir erkennen dies, wenn wir eine Person als offen oder verschlossen bezeichnen oder im alltäglichen Sprachgebraucht meinen: "daraufhin hat sie zugemacht".  Wenn unsere Ich--Grenze unser Aussehen mitgestatltet, könnte uns ein Grenzbewusstsein helfen, unser Erscheinungsbild selbst wunschgemäß zu gestalten.

Mögliche Fragen die Sie sich stellen können:

* Sagen Sie lieber Ja als Nein, um einer Auseinandersetzung aus dem Weg zu gehen?

* Kann man Ihnen leicht Ihre Freude nehmen?

* Beantworten Sie Fragen die Sie eigentlich nicht beantworten möchten?

* Nehmen Sie zu viele Aufgaben an?

Nun können Sie sich wahrscheinlich schon ein kleines Bild davon machen, weshalb die Ich-Grenze bei der Beziehungsgestaltung zu eine wichtige Rolle spielt!?

 

Mögliche Wirkungen der 3D-GV:


* Sie fühlen sich sicher und geborgen in Ihrem Innenraum.

* Sie haben Klarheit über Ihre eigenen Elemente in Ihrem Innenraum.
* Sie sehen die Schönheit und die Geschenke,

die Sie für Ihre Liebsten bereit halten.
* Sie sind sich  bewusst über Ihre eigenen Aufgaben und können diese nach Außen hin vertreten.
* Sie sind entspannt und können bei Bedarf richtig gut abschalten.

 


Termine:
Bei Fragen und Interesse bitte melden. Wir vereinbaren persönlich einen Termin. Ein telefonisches Vorgespräch ist kostenlos.

©Lucia Czech - 2019