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Lucia Czech

ODE an die Harfe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Harfe verzaubert

Dagda, der Druide, nahm seine Harfe und spielte drei Weisen, die einen Harfenspieler auszeichnen: Die Suantraighe, deren tiefes Murmeln den Schlaf bringt, die Gentraighe, deren Fröhlichkeit die Menschen zum Lachen bringt und schließlich die Goltraighe, deren dahin schmelzende Klage die Tränen hervorrufen.

In den alten irischen Sagen wird immer wieder von den wundersamen Wirkungen des Harfenspiels erzählt. Durch bloßes Spiel gelingt es Dagda, sich uns seine Freunde aus der Gefangenschaft zu befreien.

Er spielte die Goltraighe, bis die Frauen der Feinde in Tränen ausbrachen und er spielte die Gentraighe, bis die jungen Leute aus vollem Herzen lachten. Dann aber spielte er die Suantraighe so lange, bis alle in tiefen Schlaf gefallen waren. Dieser Schlaf ließ sie entkommen aus der Gewalt der Feinde, die sie hätten töten wollen.

Die Harfe tröstet

Wie einem eine Harfe tröstet, das haben viele erfahren. In "Tristan und Isolde" wird erzählt, wie man das Fräulein von Palamede mit ihrer Harfe zu Tristan schickt, um ihn zu trösten.

Sie setzt sich ganz nahe vor ihn hin und beginnt so zart wie es ihr nur möglich ist zu spielen. Sogleich als Tristan den Klang der Harfe vernimmt, lässt er von seinem Schmerz und beginnt das Fräulein anzuschauen, "dass Gott ihnen gnädig sei, singt mir ein Lied."

"Gerne, Sir, " erwidert sie. Sie erfand ein trauriges Liebeslied. Die Königin singt leise, sie begleitet ihre Stimme mit der Harfe. Ihre Hände sind schön, die Strophe gut, der Ton gedämpft und süß ihre Stimme.

Doch die Harfe ist überall auf der Erde bekannt:

So erzählt der japanische Schöpfungsmytho,s dass die Sonnengöttin die Harfe und der Sonnengott die Flöte spielt. Aus ihrem Zusammenspiel entsteht die Götterwelt und in der Folge die Erde mit ihren vielfältigen Bewohnern und ihren materiellen Manifestationen.

 

Die Harfe ist gewissermaßen ein ganzheitliches Instrument. Durch das Anlehnen an die Schulter umfangen wir sie mit unserem ganzen Körper, und es werden somit unsere sieben Energiezentren an der Wirbelsäule und unser gesamtes Schwingungsfeld beschallt.

 

Durch ihren großen ungedämpften Tonumfang entwickelt sie, wie kein anderes Instrument, ein enormes Obertonspektrum, was sicher zu ihrem Ruf als Instrument der Engel beiträgt. In vielen Kulturen wird nämlich die Obertonleiter als Himmelsleiter bezeichnet und die Obertöne gelten als die eigentlich ordnenden und heilenden Kräfte für die Seele, die auch zum Reisen in innere Welten verwendet werden.

 

Der Klang verbindet die irdische Materie (in Form des Instrumentes) mit der geistigen Welt (durch den Klang). Die Harfe kann also dank ihres großen Tonspektrums, das sowohl Tiefen, Mitten wie auch Höhen beinhaltet, die drei Seinsbereiche des Menschen – Körper, Seele und Geist – harmonisieren.

 

* Tiefe Töne und starke Rhythmen werden zum Erden und für die

Regeneration der physischen Aspekte und dichten Materie,

* der mittlere Tonbereich zur Harmonisierung und Klärung des seelisches Bereiches,

* die hohen Töne und Frequenzen, zur Aktivierung des geistigen Bereiches im Menschen verwendet.

 

Sie ist die Königin unter den Instrumenten und meiner Meinung nach von daher in der Musiktherapie unerlässlich (Quelle: „Die Harfe und ihre heilsame Wirkung von Uschi Laar).

 

©Lucia Czech - 2019